
Carsten Schubert wurde 1966 im Erzgebirge geboren.
Er wuchs in einer Familie auf, die – wie viele in Deutschland – von den Nachwirkungen des Zweiten Weltkriegs geprägt war. Beide Großväter wurden über Jahre politisch verfolgt, auf gegensätzlichen Seiten der Geschichte. Über Haftzeiten im Zuchthaus Waldheim, Kriegserfahrungen an der Ostfront sowie die Internierung im sowjetischen Speziallager Nr. 2 in Buchenwald wurde geschwiegen. Dieses Schweigen lag wie eine unsichtbare Decke über der Familie.
Seine Eltern, selbst Kriegskinder, lebten mit seelischem Schmerz, der sich – neben warmen Begegnungen – in emotionaler Distanz und angstmachenden Wutausbrüchen entlud. Leistungsforderung und seelische Härte im Umgang mit emotionalen Erlebnisinhalten prägten seine Kindheit.
Seinen Vater verlor er im Alter von neun Jahren bei einem Verkehrsunfall. Als Erstgeborener lebte er mit seinem Bruder und seiner Mutter bis ins Erwachsenenalter zusammen. Die Beziehung zu seinem Vater blieb über dessen Tod hinaus von innerer Ablehnung geprägt. Erst mit 47 Jahren begann eine tiefgreifende Klärung und Integration dieser Beziehung – ein Prozess, der sein späteres Wirken entscheidend beeinflusste.
Schon früh suchte er Ausgleich und Halt im Sport. Biathlon, Orientierungslauf, Bergsport und später Ausdauersportarten wie Ultramarathon, Ironman und Langstreckenradsport wurden zu Erfahrungsräumen von Disziplin, Grenzerfahrung und Selbstbegegnung.
In der Tradition seiner Väter erlernte er einen Handwerksberuf und leistete Wehrdienst. Als Soldat im Kalten Krieg erfuhr er militärische Disziplin sowie eine an Fahnentreue gekoppelte politische Indoktrination junger Männer über mehrere Jahre.
Der Zusammenbruch des politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Systems der DDR führte ihn mit dem Mauerfall und dem damit verbundenen Verlust seines Werte- und Orientierungsrahmens in eine tiefe persönliche Krise.
Auf der Suche nach Antworten auf die Sinnfragen des Lebens reiste er im Sommer 1990 mit Bergfreunden auf den Spuren sowjetischer Prägung nach Sibirien, in die Mongolei und nach China. Dort erhielt er im Gespräch mit einem Reisenden den entscheidenden Impuls für den nächsten Schritt seines Lebenswegs.
Im Herbst 1990 begann er das Studium der Wirtschaftswissenschaften an einer deutschen Hochschule sowie an einer französischen Privatuniversität. In Frankreich erhielt er eine fundierte Ausbildung im strategischen Controlling. Er lernte, die militärische „Kunst des Krieges“ in der Tradition chinesischer Vordenker auf die Wirtschaftswelt und das kapitalistische Finanzsystem zu übertragen.
Im Sommer 2000 übersiedelte er nach Westdeutschland – eine bewusste Neuorientierung, beruflich wie innerlich.
Neben seiner Tätigkeit als strategischer Einkäufer in der Chemieindustrie begann er eine Ausbildung zum Psychologischen Berater mit dem Fokus auf personzentrierte Gesprächsführung. Es folgte ein berufsbegleitendes, weiterbildendes Studium in Coaching und Supervision an der Fachhochschule Frankfurt. Dort ergänzte er sein Wissen um Systemtheorie, Biografiearbeit sowie die Bedeutung energetischer Einflüsse auf menschliches Verhalten im Kontext von Sozialisierung.
Im Sommer 2005 wechselte er in das Berufsfeld der Erwachsenenbildung.
Ab 2010 begleitete er über fünfzehn Jahre als Jobcoach den Prozess der Deindustrialisierung in Westdeutschland. In tausenden persönlichen Gesprächen arbeitete er mit Menschen, die als Betroffene des modernen Verwertungskapitalismus nach Orientierung suchten. Dabei hinterfragte er seine eigenen Vorstellungen eines „richtigen Lebens“ und lernte, sich in die Gemütslagen von Geflüchteten aus allen Teilen der Welt einzufühlen, die ihren Alltag in Deutschland auf unterschiedliche Weise meistern.
Parallel dazu übernahm er mit der Gründung einer eigenen Familie Verantwortung in seiner Rolle als Vater. Zehn Jahre lang teilte er sich mit seiner Frau die Erziehungszeit und begleitete drei gemeinsame Kinder auf ihrem Weg.
Die lebenslange Frage nach den Ursachen des Scheiterns moderner gesellschaftlicher Systeme durch Gewalt und Krieg führte ihn über wirtschaftswissenschaftliche und psychologische Perspektiven hinaus zur modernen Matriarchatsforschung und zur kritischen Patriarchatstheorie. Die Erklärung von Entstehung und Sinn von Kriegen im Zusammenhang mit der Herausbildung patriarchaler Strukturen vor etwa 8.000 Jahren wurde in diesen Forschungsfeldern schlüssig geleistet und von ihm mit großer Erleichterung und innerer Zustimmung aufgenommen.
Weitgehend unbekannt ist bis heute das Wissen um matriarchale Kulturen. Es waren Frauen, die vor zehntausenden Jahren Frieden als menschliche Kulturtechnik entwickelten. Ergänzt durch Erkenntnisse aus Anthropologie, Archäogenetik, Mystik und alten Weisheitslehren bildet diese interdisziplinäre Forschung den geistigen Hintergrund seiner Arbeit.
Mit Beginn des Jahres 2026 verdichtete sich dieses Wissen aus über vierzig Jahren Berufs- und Lebenserfahrung.
Mit dem Konzept der Integralen Vergebungsarbeit entwickelte Carsten Schubert eine Struktur, die es Interessierten ermöglicht, sich schrittweise neue emotionale Erlebnisräume zu erschließen.
Mit der Gründung der MercyMindSchool schafft er einen Raum, in dem Wissen erworben und Erfahrungen gemacht werden können, die Menschen einen eigenständigen Zugang zum Thema Vergebung eröffnen.
Carsten Schubert versteht sich als Mentor für Vergebungs- und Integrationsarbeit – als spiritueller Pionier.
Nicht im Sinne eines Lehrers über andere, sondern als jemand, der Schneisen schlägt: durch das innere Dickicht verinnerlichter Schuld- und Trennungsstrukturen.
Er entwirft geistige Brücken – tragfähige Übergänge, die Menschen helfen, aus innerer Spaltung in gelebte Einheit zu finden.
© Carsten Schubert 2026